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Aspangbahn
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| Wien AspangbahnhofâAspang | Wien AspangbahnhofâAspang |
|---|---|
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| Kursbuchstrecke (ĂBB) : | Wien HbfâWiener Neustadt Hbf: 720 Wien FloridsdorfâWolfsthal: 907 |
| Streckenlänge: | 85,241 km |
| Spurweite : | 1435 mm ( Normalspur ) |
| Netzkategorie : | Wien AspangbahnhofâWien Zentralfriedhof: A Wien ZvbfâFelixdorf: C |
| Streckenklasse : | Wien ZvbfâGuntramsdorf-Kaiserau: D4 Guntramsdorf-KaiserauâFelixdorf: C4 |
| Stromsystem : | Wien AspangbahnhofâZentralfriedhof: 15 kV 16,7 Hz ~ |
| Maximale Neigung : | im Bereich der Pottendorfer Linie : 14,7 â° |
| Minimaler Radius : | nach dem Bahnhof Traiskirchen: 370 m |
| Streckengeschwindigkeit: | 120 km/h |
| Zugbeeinflussung : | PZB |
| Zweigleisigkeit : | Wien AspangbahnhofâWien Zentralfriedhof |
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Die Aspangbahn ist eine Ăśsterreichische Eisenbahnstrecke, die vom einstigen Kanalhafen des Wiener Neustädter Kanals im dritten Wiener Gemeindebezirk Wien-LandstraĂe Ăźber Wiener Neustadt nach Aspang fĂźhrt. Sie ist das Fragment einer groĂen Planung, einer Eisenbahnstrecke, die von Wien nach Thessaloniki fĂźhren sollte. Noch heute findet man entlang der Strecke Grenzsteine mit den Initialen âWSBâ fĂźr âWien-Saloniki-Bahnâ.
Die 85,241 Kilometer lange Strecke wurde von der privaten Eisenbahn Wien-Aspang (EWA) gebaut und am 7. August 1881cite-ref-1[1] bis Pitten sowie am 28. Oktober 1881 bis Aspang dem Betrieb Ăźbergeben. Auf Grund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde die BetriebsfĂźhrung am 1. Juli 1937 den Ăsterreichischen Bundesbahnen Ăźbertragen. Mit 1. Jänner 1942 wurde sie in das ReichseisenbahnvermĂśgen der Deutschen Reichsbahn Ăźbernommen und damit verstaatlicht. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ging die Aspangbahn in das VermĂśgen der Ăsterreichischen Bundesbahnen Ăźber.
Contents
⢠Geschichte
⢠Streckenverlauf
⢠Betriebsstellen
⢠Architektur
⢠Streckenverlauf
⢠Fahrzeugeinsatz
⢠Dampflokomotiven
⢠Galerie
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Im groĂen Eisenbahnbaufieber während der GrĂźnderzeit kam es auch im Bereich des Wiener Neustädter Kanals zu einer Vielzahl von Projekten, von denen eines am 30. November 1869 die Vorkonzession fĂźr die Strecke WienâLaxenburgâEbenfurthâWiener Neustadt und ein weiteres am 2. Jänner 1870 fĂźr die Strecke Wiener NeustadtâPitten erhielt. Die den Schifffahrtskanal betreibende Gesellschaft (âErste Ăśsterreichische Schifffahrts-Canal-Actien-Gesellschaftâ) schaltete sich auf Grund dieser Entwicklungen in die Planungen ein und erhielt mit 4. Juni 1872 die Konzession fĂźr Bau und Betrieb einer meterspurigen Lokomotiveisenbahn WienâLeopoldsdorfâLaxenburgâLeesdorfâBlumau,cite-ref-2[2] wobei vom zuständigen Handelsministerium eine Verlängerung der Strecke von Dornau (heute Ortsteil von SchĂśnau an der Triesting bzw. Leobersdorf) nach Pitten und von SteinabrĂźckl nach WĂśllersdorf gefordert wurde.cite-ref-3[3]
Durch die habsburgischen Interessen auf der Balkanhalbinsel und den Bau einer Eisenbahn von Saloniki nach Mitrovica erĂśffnete sich die MĂśglichkeit einer FortfĂźhrung dieser Linie durch den Sandschak und Bosnien sowie Ăźber die seit 1872 bestehende Normalspurbahn Banja LukaâBosanski NoviâDobrljin und weiter Ăźber das kroatische Bahnnetz bis hin nach Wien, so dass damit eine Direktverbindung WienâZagrebâSaloniki unter der Umgehung Serbiens und auch Ungarns mĂśglich gewesen wäre. Mehrere Teilhaber der Kanal-AG bewarben sich auch in der Folge um dieses Projekt (bis zur kroatisch-bosnischen Grenze) und somit erhielt die AG am 27. Juni 1874 die Bewilligung zu Vorarbeiten fĂźr die Strecke WienâAspangâFriedbergâRadkersburgâkroatische Grenze. Zur Finanzierung des Projektes fand sich eine belgische Gesellschaft mit dem Namen SociĂŠtĂŠ belge de chemins de fer, jedoch machte die Banken- und Wirtschaftskrise im Jahr 1873 das groĂräumige Projekt illusorisch und somit wurden die Planungen auf den Abschnitt WienâPittenâAspang beschränkt.cite-ref-4[4] Die Strecke wurde schlieĂlich, nachdem eine Beschwerde der SĂźdbahn-Gesellschaft durch das Reichsgericht abgewiesen worden war, am 28. November 1877 konzessioniert. Umgehend nach der Konzessionserteilung wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Der Bauaufwand stand mit 8.650.000 Gulden zu Buche.
Als Ausgangspunkt wurde der Rennweger Kanalhafen bestimmt, der nach der Einstellung der Schifffahrt im Juli 1879 trockengelegt wurde. 1880/1881 wurde dann auf diesem Gelände der Aspangbahnhof errichtet, nach ihm nutzte die Bahn auf einige Kilometer die Trasse des aufgelassenen Kanals einschlieĂlich des Aquäduktes Ăźber den Liesingbach. Dieses Bauwerk wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengt, aber mit Stahlträgern provisorisch instand gesetzt, um die Strecke weiterzufĂźhren. Die Reste des Liesingbachaquäduktes wurden um 1980 abgetragen.cite-ref-5[5] Ab Juni 1880 wurde auch mit dem Bau der Strecke begonnen, wobei zwischen Felixdorf und Wiener Neustadt die Infrastruktur der SĂźdbahn-Gesellschaft im âPĂŠagebetriebâ mitbenutzt wurden. Eine eigene Umfahrung Ăśstlich von Wiener Neustadt konnte nicht realisiert werden.
SchlieĂlich wurde die Strecke nach nur etwas mehr als zweijähriger Bauzeit von Wien bis Pitten am 7. August 1881cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] und die restliche Strecke von Pitten bis Aspang am 28. Oktober 1881 dem Verkehr Ăźbergeben. Die Streckenlänge von Wien Aspangbahnhof bis Aspang betrug 85,447 Kilometer, abzĂźglich des PĂŠageabschnitts waren es 75,916 Kilometer.
Um einen Anschluss an die Verbindungsbahn MatzleinsdorfâNordbahnhof zu bekommen, wurden auch zwei Verbindungsgleise zu dieser gebaut und am 21. Oktober 1881 erĂśffnet. Einige wenige Aspangbahn-ZĂźge hatten schon vor 1914 ihren Ausgangspunkt in der Station Hauptzollamt, wo Anschluss an die Wiener Dampfstadtbahn bestand. Zur Unterscheidung von jener trugen sie stadtbahnähnliche Tafeln mit der Aufschrift âAspangbahnâ.cite-ref-8[8]
Durch die ErĂśffnung der âWechselbahnâ â der zehnten und letzten Ăśsterreichischen Gebirgsbahn â am 12. Oktober 1910, die den LĂźckenschluss zwischen Aspang und Friedberg/Stmk. herstellte, erhielt die Aspangbahn eine weitere Aufwertung. Die Wechselbahn (HartbergâFriedbergâAspang) stellte den Anschluss mit der von der Ungarischen Westbahn erbauten Lokalbahn FehringâFĂźrstenfeldâHartberg (heute als Thermenbahn bezeichnet) her.
In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg etablierte sich die Bahn als Ausflugsbahn der Wiener und 1930 bewegte sich der Personenverkehr wieder auf Vorkriegsniveau. Die Bahn war sehr preiswert und lockte die Wiener in die âBucklige Weltâ mit ihren SehenswĂźrdigkeiten und Naturschätzen.
Die Ăbernahme der Aspangbahn in staatliche Regie fand in Raten statt. Ab 1. Juli 1937 Ăźbernahmen die Ăsterreichischen Bundesbahnen den Betrieb und verlagerten den Personenverkehr immer mehr auf die SĂźdbahn, wodurch die Aspangbahn zwischen Wien und Sollenau im Personenverkehr zu einer reinen Lokalbahn degradiert wurde. Eine direkte Folge dieses Betreiberwechsels war ferner die nachträgliche Integration der Strecke bis Teesdorf in den Wechselverkehr zwischen der Wiener Elektrischen Stadtbahn und der Staatsbahn ab dem 31. Oktober 1937.cite-ref-horn-9-0[9] Am 1. Jänner 1942 wurde die âk.k. priv. Eisenbahn WienâAspangâ, ebenso wie die Schneebergbahn, in das ReichseisenbahnvermĂśgen des Deutschen Reichs Ăźbernommen, womit die Eisenbahn Wien-Aspang endgĂźltig zu existieren aufhĂśrte. Ihre Konzession wäre noch bis zum 28. Oktober 1971 gelaufen.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden zwischen Oktober 1939 und Oktober 1942 am Wiener Aspangbahnhof etwa 50.000 jßdische Bßrger fßr insgesamt 47 Transporte zusammengetrieben und zunächst in Ghettos genannte Sammellager, später direkt in Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten abtransportiert.
Am 17. Jänner 1962 wurde auf der Strecke (Abzweigung Wien Aspangbahnhof â) Wien AspangbahnhofâZentralfriedhof (â Klein Schwechat) der elektrische Betrieb aufgenommen.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Aspangbahnhof immer mehr an Bedeutung. Mit der ErÜffnung der Schnellbahn-Haltestelle Rennweg am 23. Mai 1971 wurde der Personenverkehr am Wiener Aspangbahnhof aufgelassen, im Juni/Juli 1977 wurde das bereits desolate Aufnahmsgebäude abgetragen. Nur der Gßterverkehr blieb bis zum umfangreichen Ausbau der Flughafenschnellbahn S7 bis 1. Juli 2001 bestehen.
Das gleiche Schicksal erfuhr bereits vorher der am 23. August 1883 (mit der ErĂśffnung der Lokalbahn EbenfurthâWittmannsdorf) erĂśffnete Bahnhof Sollenau. Dieser war in der Zeit des Ersten Weltkrieges eine groĂe Eisenbahndrehscheibe im Steinfeld. Durch den Anschluss an die Pulverfabriken am Mittel hatte der Bahnhof Sollenau enorme Verkehrsleistungen zu erbringen. Am 4. Oktober 1953 wurde der einstige GroĂbahnhof zu einer Halte- und Ladestelle, am 26. Oktober 1958 zu einer reinen Haltestelle abgewertet und sämtliche Gleisanlagen abgetragen. Am 14. Juli 1975 wurde mit der Verlegung der Strecke im Ortsbereich von Sollenau auch die Haltestelle âSollenau Aspangbahnâ aufgelassen.
Die Aspangbahn heute
Der Bau des Zentralverschiebebahnhofs Kledering wirkte sich auch auf die Streckenfßhrung der Aspangbahn aus. Während sie in den 1970er Jahren den Bahnhof Praterstern / Wien Nord als Ausgangspunkt nutzte, fuhren seit dem 27. Mai 1979 die Zßge der Aspangbahn vom Wien Sßdbahnhof (Ostteil) ab und erreichten ßber die Ostbahnstrecke erst nach Kledering wieder ihre angestammte Trasse. Die Wiener Stammstrecke wird nun von der Wiener Schnellbahn S7 genutzt.
Diese StreckenfĂźhrung wurde mit dem Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004 wiederum geändert. Die ZĂźge Ăźber die Aspangbahn fuhren damals von Wien SĂźdbahnhof (SĂźdseite) ab; die um fast 15 Minuten längere Fahrt fĂźhrte Ăźber die SĂźdbahn nach Wien Meidling, weiter Ăźber einen Teil der Pottendorfer Linie auf die Donauländebahn und weiter auf die Ostbahn. Erst nach der Haltestelle Kledering erreichten die ZĂźge die Stammstrecke der Aspangbahn. Im Fahrplan 2008/09 (Fahrplantabelle 720) fuhren die ZĂźge wieder von der Ostseite des Wiener SĂźdbahnhofes ab (Bahnsteige 1â9). Nach der Aufnahme des Fahrplanes 2010 (im Dezember 2009) endeten die ZĂźge bereits in Maria Lanzendorf. Von dort gab es einen direkten Schienenersatzverkehr durch Autobusse nach Wien zum SĂźdtiroler Platz, weil der Wiener SĂźdbahnhof durch den neuen Hauptbahnhof Wien (vollständige Betriebsaufnahme Dezember 2014) ersetzt wurde. Seither wurde das Fahrplanangebot massiv erweitert, 2023 gibt es an allen Tagen einen Stundentakt von ca. 5:00 bis 23:00 Uhr.
Eine Aufwertung erhielt die Aspangbahn jedoch im Abschnitt von Wiener Neustadt bis Aspang. Im Zuge der neuen Netzkategorisierung der ĂBB im Jahr 2000 erhielt dieser Teilabschnitt den Status des âErgänzungsnetzesâ (zweithĂśchste Streckenkategorie). Seit dem Jahr 2002 wird die Aspangbahn zwischen Aspang und Wiener Neustadt neben den ĂBB-ZĂźgen auch von GĂźterzĂźgen der Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) befahren, welche Autoteile von Weiz nach Bratislava befĂśrdern: In Wiener Neustadt werden diese ZĂźge jedoch von den ĂBB Ăźbernommen.
Es ist geplant, die Sicherungsanlagen in den BahnhĂśfen Traiskirchen und Tattendorf mit elektronischen Stellwerken der Bauform ZSB 2000 von Scheidt & Bachmann zu erneuern. Dies soll im Dezember 2027 erfolgen. Eine Auflassung der alten Stellwerkstechnik in Guntramsdorf, Laxenburg-Biedermannsdorf und Maria Lanzendorf ist zurzeit nicht terminiert.cite-ref-10[10]
Streckenverlauf
UrsprĂźnglich begann die Strecke am Wiener Aspangbahnhof; die mehrfachen Ănderungen der Linien- und ZugfĂźhrung und die aktuelle Situation sind oben im Kapitel âDie Aspangbahn heuteâ beschrieben.
Wie alle Strecken im Wiener Becken weist die âinnere Aspangbahnâ wenige und meist weite Kurven auf und wĂźrde aus dieser Sicht eine hohe Streckengeschwindigkeit zulassen. Die zahlreichen ungesicherten BahnĂźbergänge sowie der teilweise schwach dimensionierte und Ăźberalterte Oberbau lassen jedoch nur ein geringeres Tempo zu.
Wien Aspangbahnhof â Maria Lanzendorf â Sollenau
Das Areal des Wiener Aspangbahnhofs, heute durch seine Schleifung und Wiederbebauung im Nordteil des Zwickels zwischen AspangstraĂe und Adolf-Blaumauer-Gasse nicht mehr als solches erkennbar, einst Kanalhafen am Wiener Neustädter Kanal vor der Marxer Linie, ist Ausgangspunkt der Aspangbahn. Von dort, am FuĂe der Arsenalterrasse, fĂźhrt die Strecke im frĂźheren Bette des Kanals parallel zum Rennweg sĂźdwärts. Entlang der westlich der Trasse mitlaufenden LeberstraĂe verschwenkt die Bahnlinie dann jedoch weg von der den Rennweg verlängernden Simmeringer HauptstraĂe Richtung Laaer Berg und tritt damit näher an die Ostbahn heran. Parallel zu dieser, zunächst noch tiefer liegend, angeschmiegt an die SchemmerlstraĂe, geht es bis zum Zentralfriedhof in der Simmeringer Haide. Etwas sĂźdlich der heutigen Haltestelle Zentralfriedhof, etwa gegenĂźber dem Tor 11, verlieĂ die Aspangbahn den (heutigen) geradlinigen Verlauf entlang des westlichen Friedhofsrands Richtung Schwechat (vormals FlĂźgelbahn der Aspangbahn nach Klein Schwechat zur Donauländebahn) und verschwenkte auf der Flur nach SĂźdwesten.
Dieser Trassenteil ist heute durch den Zentralverschiebebahnhof Kledering vollständig verschwunden. Den weiter sĂźdlich aufgelassenen Trassenteil kann man noch am Verlauf des Weges âAm Verschiebebahnhofâ bis zur Liesing erkennen. Die ĂberbrĂźckung der Liesing erfolgte unter BenĂźtzung der Alten BrĂźcke des Kanals, ist aber heute am Ostrand von Kledering unweit der StraĂenbrĂźcke Ăźber den Bach nicht mehr vorhanden.
SĂźdlich der Liesing lässt sich die abgekommene Trasse in gerader Verlängerung des Weges âAm Verschiebebahnhofâ in den Feldern noch erahnen bzw. besteht dann als Feldweg nĂśrdlich der Wiener AuĂenring SchnellstraĂe bis etwa zur Querung der Hasenberggasse (Maria Lanzendorf) der heutigen Aspangbahntrasse fort.
Die heutige, 1979 in Betrieb genommene Linienfßhrung zweigt von der Ostbahn nach deren Liesingquerung in Kledering westwärts direkt nach Maria Lanzendorf ab.
Vom Bahnhof Maria Lanzendorf aus zieht die Aspangbahn geradlinig sĂźdwestwärts Ăźber die Fluren des Wiener Beckens, Ăźberkreuzt bei Achau die Pottendorfer Linie, kurz darauf den MĂśdlingbach und fährt in den Bahnhof Laxenburg - Biedermannsdorf ein. Ab nun verläuft ein StĂźck der noch wasserfĂźhrende Teil des Wiener Neustädter Kanals rechter Hand mit sĂźdwärts, bis dieser bei Neu-Guntramsdorf westwärts abbiegt, während die Aspangbahn schnurgerade weiter zum Bahnhof Traiskirchen-Aspangbahn gelangt. Nach der Ausfahrt Traiskirchen fĂźhrt die Strecke in einer Linkskurve Ăźber die Schwechat, um im rechten Winkel zur eben genannten langen Geraden sĂźdostwärts Trumau anzufahren. Bei Trumau wiederum zweimaliger Richtungsknick, die Triesting dabei ĂźberbrĂźckend, an Oberwaltersdorf vorbei gen SĂźdosten. Von hier ab wieder nahezu schnurgerade, zunächst parallel der Triesting, bis zum ehemaligen Bahnhof âSollenau Aspangbahnâ unmittelbar hinter der 2. Kreuzung mit dem Wiener Neustädter Kanal. Das ehemalige stattliche Bahnhofsgelände ist heute nicht mehr erkennbar, bis etwa 2015 befand sich unter anderem darauf ein Sägewerk des Konzerns Stora Enso.
Die dann ursprĂźngliche Trassierung, heute noch gut anhand eines GrĂźnstreifens von der Wiener StraĂe Ăźber die SchĂśnauer StraĂe an die Leobersdorfer StraĂe (Nord-SĂźd-Teil) erkennbar, mĂźndete etwa am SĂźdende der heutigen Bauhofgasse in die SĂźdbahn.
Seit 1975 umfährt die Aspangbahn in weitem Bogen Sollenau am Nordrand und gesellt sich auf HĂśhe der ehemaligen ĂberfĂźhrung der Schneebergbahn (Ăźber die SĂźdbahn) zu Letzterer.
Wiener Neustadt â Aspang
Die Aspangbahn verlässt den Hauptbahnhof Wiener Neustadt in sĂźdĂśstlicher Richtung gebĂźndelt mit der Bahnstrecke Wiener NeustadtâSopron, lĂśst sich aber bei der Frohsdorfersiedlung von letzterer sĂźdwärts und durchmisst schnurgerade das Steinfeld (NiederĂśsterreich) bis Kleinwolkersdorf.
In Form eines langgestreckten S im Linienverlauf wird nicht nur die Leitha vor Bad Erlach ĂźberbrĂźckt, sondern auch gleich der Eintritt ins Pittental vorgenommen. Bis etwa Scheiblingkirchen hält sich die Trasse dann an den westlichen HangfuĂ, hernach - bis auf ein kurzes StĂźck nach Grimmenstein - an den Ăśstlichen bis zum Bahnhof Aspang.
Im Jahr 1910 wurde durch eine Strecke von Aspang Ăźber den Wechsel nach Friedberg â der âWechselbahnâ â der LĂźckenschluss zu der bereits bestehenden Eisenbahn von Fehring Ăźber Hartberg nach Friedberg, heute Thermenbahn, hergestellt. Damit war ein durchgehender Verkehr Ăźber Gleisdorf bis nach Graz mĂśglich. Da diese Strecken aber nicht zur EWA gehĂśrten, wurden sie auch nicht von deren Fahrzeugen befahren.
Da die Fahrzeit von Wien nach Graz Ăźber den Wechsel wesentlich länger ist als auf der SĂźdbahn Ăźber den Semmering, kommt der Aspangbahn nur lokale Bedeutung zu. SchnellzĂźge verkehren auf der Aspangbahn nicht, die âSprinterâ brauchen von Wien nach Graz vier Stunden.
Heute wird der Streckenabschnitt von Wien Zentralverschiebebahnhof bis Felixdorf als âInnere Aspangbahnâ und der Streckenabschnitt von Wiener Neustadt bis Aspang als âĂuĂere Aspangbahnâ bezeichnet. Die Strecke ist nicht elektrifiziert.
Betriebsstellen
Innere Aspangbahn
Anmerkung: Nicht mehr existente bzw. fĂźr die Aspangbahn nicht mehr existente Betriebsstellen sind kursiv angefĂźhrt.
⢠Anschluss Wiener Verbindungsbahn
⢠21. Oktober 1881 erÜffnet
⢠Wien Aspangbahnhof
⢠7. August 1881 als Kopfbahnhof erÜffnet
⢠21. Oktober 1881 zum Durchgangsbahnhof adaptiert
⢠Bahnhof mit fßnf Hauptgleisen und zahlreichen Nebengleisen, fßnf Bahnsteige, Heizhaus mit Drehscheibe, mehrere Rampen und Gßtermagazine, Aufnahmsgebäude mit Bahnhofrestauration, zwei Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠23. Mai 1971 Personenabfertigung aufgelassen
⢠1977 Aufnahmsgebäude abgetragen
⢠25. Mai 1979 fßr den Betrieb der Aspangbahn aufgelassen
⢠1. Juli 2001 aufgelassen
⢠15. Dezember 2002 Wiederinbetriebnahme der Tunnelstrecke fĂźr die Flughafenschnellbahn âS7â
⢠Simmering Aspangbahn
⢠10. Mai 1882 als provisorische Sommerhaltestelle erÜffnet
⢠1. Dezember 1891 Umwandlung in Halte- und Ladestelle mit Namen âSimmering Aspangbahnâ
⢠1901 Umwandlung zum Bahnhof
⢠zwei Hauptgleise, zwei Nebengleise, vier Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠23. Mai 1971 Personenverkehr eingestellt
⢠25. Mai 1979 fßr den Betrieb der Aspangbahn aufgelassen
⢠1. Juli 2001 aufgelassen
⢠7. August 1881 als Bahnhof erÜffnet
⢠vier Hauptgleise, vier Nebengleise, eine Anschlussbahn im Bahnhof, Lokomotivschuppen, Wasserturm
⢠29. November 1881 Abzweigbahnhof zur Flßgelbahn nach Klein Schwechat
⢠25. Mai 1979 fßr den Betrieb der Aspangbahn aufgelassen
⢠15. Dezember 2002 Wiederinbetriebnahme fĂźr die Flughafenschnellbahn âS7â
⢠Abzweigung Laaerberg
⢠28. Oktober 1881 fßr Anschluss zum Bahnhof Oberlaa erÜffnet
⢠1916 Erweiterung mit Anschluss zur Strecke nach Simmering
⢠4. Mai 1937 aufgelassen
⢠1. April 1940 wiedererrichtet
⢠Mai 1955 aufgelassen
⢠Ober Lanzendorf
⢠19. Juli 1884 Haltestelle erÜffnet
⢠1901 aufgelassen
⢠Maria Lanzendorf
⢠7. August 1881 als Bahnhof erÜffnet
⢠vier Hauptgleise, zwei Nebengleise, vier Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠heute drei Hauptgleise mit Randbahnsteig, ein Nebengleis, zwei Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠7. August 1881 als Bahnhof mit Namen âBiedermannsdorfâ erĂśffnet
⢠zwei Hauptgleise, ein Nebengleis, zwei Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠22. Mai 1932 nach Einstellung der âLaxenburger Bahnâ MĂśdling â Laxenburg Namensänderung auf âLaxenburg-Biedermannsdorfâ
⢠heute zwei Hauptgleise mit Randbahnsteig, ein Nebengleis, eine Anschlussbahn ohne Firmenanschluss im Bahnhof
⢠Guntramsdorf-Kaiserau
⢠1. Februar 1899 als Haltestelle erÜffnet
⢠1. August 1899 zur Halte- und Ladestelle erweitert
⢠1901 zum Bahnhof aufgewertet
⢠drei Hauptgleise, ein Nebengleis
⢠1943 Erweiterung mit fßnf Nebengleisen fßr Flugmotorenwerke Ost
⢠1947 Rßckbau auf Halte- und Ladestelle
⢠1. August 1969 durch Schaffung des IZ NĂ-SĂźd wieder Aufwertung zum Bahnhof
⢠1983 wieder Erweiterung auf drei Hauptgleise und sechs Nebengleise; vier Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠1984 Ausstattung mit einer Gleisbrßckenwaage
⢠heute drei Hauptgleise mit einem Randbahnsteig, sechs Nebengleise, drei Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠MÜllersdorf Aspangbahn
⢠19. Juli 1883 als âMĂśllersdorf Haltestelleâ im km 23,330 erĂśffnetcite-ref-11[11]
⢠um 1926 aufgelassen
⢠1944 im km 23,170 wiedererÜffnet
⢠1946 Namensänderung auf âMĂśllersdorf Aspangbahnâ
⢠Traiskirchen Aspangbahn
⢠7. August 1881 Bahnhof mit Namen âTraiskirchenâ erĂśffnet
⢠drei Hauptgleise, zwei Nebengleise
⢠28. Jänner 1900 Anschluss zur Strecke nach Wienersdorf (heute Tribuswinkel) der Wiener Lokalbahnen
⢠1901 Namensänderung auf âTraiskirchen Aspangbahnâ
⢠1910 â 1955 Anschluss zur âStamm-Anschlussbahn MĂśllersdorf â Traiskirchenâ, an die fĂźnf Anschlussbahnen angeschlossen sind
⢠heute drei Hauptgleise mit Randbahnsteig, ein Nebengleis, eine Anschlussbahn im Bahnhof
⢠Trumau
⢠7. August 1881 als Bahnhof erÜffnet
⢠zwei Hauptgleise, ein Nebengleis
⢠28. Mai 1967 Umwandlung in Halte- und Ladestelle
⢠heute Streckengleise mit Randbahnsteig, ein Nebengleis zwei Anschlussbahnen
⢠Oberwaltersdorf
⢠7. August 1881 als Bahnhof erÜffnet
⢠zwei Hauptgleise, ein Nebengleis
⢠1. Jänner 1952 Umwandlung in Halte- und Ladestelle
⢠heute Streckengleis mit Randbahnsteig
Das Aufnahmsgebäude und das Gßtermagazin stehen unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
⢠Tattendorf
⢠7. August 1881 als Bahnhof erÜffnet
⢠drei Hauptgleise, ein Nebengleis, Wasserturm, zwei Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠15. Mai 1928 â 31. August 1932 Anschlussbahnhof zur Lokalbahn FelixdorfâTattendorf (1914 als Militär-Schleppbahn errichtet)
⢠heute zwei Hauptgleise mit Randbahnsteig, ein Nebengleis
Das Aufnahmsgebäude, das WC, das Gßtermagazin, das Stellwerk und der Wasserturm stehen unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
⢠Teesdorf
⢠20. Februar 1886 als Haltestelle erÜffnet
⢠Gßnselsdorf
⢠10. Juli 1909 als Betriebsausweiche erÜffnet
⢠zwei Hauptgleise
⢠1. September 1925 aufgelassen
⢠SchÜnau
⢠20. März 1884 als Haltestelle erÜffnet
⢠3. Oktober 1937 aufgelassen
⢠Sollenau Aspangbahnhof
⢠23. August 1883 als Bahnhof mit Namen âSollenau Lokalbahnâ mit der ErĂśffnung der Lokalbahn EbenfurthâWittmannsdorf mit vier Hauptgleisen und zwei Nebengleisen erĂśffnet
⢠in der Folge Erweiterung auf sechs Hauptgleise und drei Nebengleise, vier Bahnsteige (davon zwei gedeckt), Lokomotivschuppen, Drehscheibe, Wasserturm; Aufnahmsgebäude mit Bahnhofrestauration
⢠27. August 1900 Anschluss der FlĂźgelstrecke SollenauâSteinbrĂźcklâFeuerwerksanstalt der Schneebergbahn
⢠1907â1927 Anschlussbahnhof zur Pulverfabrik Blumau
⢠1915â1945 erreicht der Bahnhof mit acht Hauptgleisen, vier Nebengleisen und zwei Abstellgleisgruppen seine grĂśĂte Ausdehnung
⢠19. August 1922 Namensänderung auf âSollenau Hauptbahnhofâ
⢠28. Oktober 1922 Namensänderung auf âSollenau Aspangbahnhofâ
⢠3. Oktober 1937 Flßgelstrecke der Schneebergbahn aufgelassen
⢠1. Mai 1939 Namensänderung auf âSollenauâ
⢠4. Oktober 1953 nach Auflassung der Lokalbahn EbenfurthâWittmannsdorf Umwandlung in Halte- und Ladestelle
⢠26. Oktober 1958 Umwandlung in Haltestelle, Abtragung aller Weichen und Gleise
⢠14. Juli 1975 aufgelassencite-ref-12[12]
⢠Sollenau Haltestelle
⢠ursprßnglich nur Haltestelle der Sßdbahn
⢠seit 14. Juli 1975 ebenso Haltestelle der Aspangbahn (unbesetzt)
⢠Felixdorf
⢠Bahnhof der Sßdbahn
ĂuĂere Aspangbahn
Anmerkung: Nicht mehr existente Betriebsstellen sind kursiv angefĂźhrt.
⢠Bahnhof der Sßdbahn
⢠Abzweigung Steinfeld
⢠15. April 1942 erÜffnet
⢠heute Teil des Bahnhofes Wiener Neustadt Hbf
⢠Katzelsdorf
⢠19. Juli 1883 Haltestelle erÜffnet
⢠1899 aufgelassen
⢠Lanzenkirchen
⢠7. August 1881 erÜffnet
⢠drei Hauptgleise, ein Nebengleis
⢠bis 1930 Sitz einer Bahnmeisterei
⢠heute: unbesetzter Bahnhof, zwei Hauptgleise mit Mittelbahnsteig, ein Nebengleis
⢠14. Dezember 2008 Namensänderung von âKlein Wolkersdorfâ auf âLanzenkirchenâ
⢠Bad Erlach
⢠7. August 1881 Bahnhof erÜffnet
⢠zwei Hauptgleise und zwei Nebengleise, drei Anschlussbahnen im Bahnhof
⢠1. Mai 1939 Namensänderung auf âErlach (Pitten)â
⢠23. März 1946 Namensänderung auf âErlachâ
⢠heute: unbesetzter Bahnhof, zwei Hauptgleise mit Mittelbahnsteig
⢠14. Dezember 2008 Namensänderung auf âBad Erlachâ
Das Aufnahmsgebäude steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
⢠19. Juli 1883 Haltestelle im km 63,714 erÜffnet
⢠2. Oktober 1882 â 1939 Anschlussbahn fĂźr k.k. Papierfabrik
⢠1929 â 1931 Anschlussbahn fĂźr Erzbergwerk Pitten
⢠1. Oktober 1938 Umbenennung in âBrunn (Pitten)â
⢠Juli 1942 Haltestelle nach km 63,817 verlegt
⢠23. März 1946 Umbenennung in âBrunn an der Pittenâ
⢠15. Oktober 1952 â 1974 Anschlussbahn fĂźr die Firma WĂźster
⢠heute unbesetzte Haltestelle
⢠Pitten
⢠7. August 1881 erÜffnet
⢠drei Hauptgleise, zwei Nebengleise, Wasserturm
⢠September 1973 Abtrag Wasserturm
⢠heute: unbesetzter Bahnhof, zwei Hauptgleise mit Mittelbahnsteig, ein Nebengleis
⢠provisorisches Streckenende km 65,115
⢠7. August â 28. Oktober 1881
⢠19. Juli 1883 Haltestelle mit Namen âSautern-Schildernâ erĂśffnet
⢠15. April 1949 Umbenennung in âSautern-Schilternâ
⢠24. Oktober 1900 bis 14. Juli 1987 Anschlussbahn fßr die Firma Hamburger
⢠heute unbesetzte Haltestelle
⢠Seebenstein
⢠28. Oktober 1881 erÜffnet
⢠zwei Hauptgleise, ein Nebengleis
⢠7. Oktober 1910 Bahnmeisterposten aufgelassen
⢠heute: unbesetzter Bahnhof, zwei Hauptgleise
⢠GleiĂenfeld
⢠19. Juli 1883 Haltestelle mit Namen âGleissenfeldâ erĂśffnet
⢠20. Mai 1951 Umbenennung in âGleiĂenfeldâ
⢠Sommer 2023 Haltestelle wurde ca. 250 m nach Sßdosten verlegt
⢠heute unbesetzte Haltestelle
⢠Scheiblingkirchen-Warth
⢠28. Oktober 1881 Bahnhof mit Namen âScheiblingkirchenâ erĂśffnet
⢠zwei Hauptgleise, ein Nebengleis
⢠1. Mai 1907 Namensänderung in âScheiblingkirchen-Warthâ
⢠heute: unbesetzter Bahnhof, zwei Hauptgleise mit Mittelbahnsteig, ein Nebengleis
Das Aufnahmsgebäude steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
⢠Warth
⢠Bedarfshaltestelle um 1930 (laut Gemeindechronik), schien nie offiziell im Fahrplan auf
⢠Petersbaumgarten
⢠19. Juli 1883 Haltestelle erÜffnet
⢠heute unbesetzte Haltestelle
⢠Edlitz-Grimmenstein
⢠28. Oktober 1881 Bahnhof mit Namen âEdlitzâ erĂśffnet
⢠1. Oktober 1906 Namensänderung auf âEdlitz-Grimmensteinâ
⢠heute: unbesetzter Bahnhof, zwei Hauptgleise mit Mittelbahnsteig, ein Nebengleis, eine Anschlussbahn im Bahnhof
⢠19. Juli 1883 Haltestelle mit Namen âFeistritzthalâ erĂśffnet
⢠1. Mai 1902 Namensänderung in âFeistritz-Kirchbergâ
⢠26. Mai 1996 aufgelassen
⢠Aspang
⢠28. Oktober 1881 erÜffnet
⢠vier Hauptgleise, vier Nebengleise, Heizhaus, Drehscheibe (Durchmesser 15,5 Meter), Wasserturm
⢠1910 Erweiterung mit vier Nebengleisen, zweitem Heizhaus (fĂźr die k.k. Staatsbahn), VergrĂśĂerung Aufnahmsgebäude, Errichtung einer Bahnhofsrestauration
⢠29. September 1973 Abtrag Wasserturm
⢠1977 Abtrag beider Heizhäuser, der Drehscheibe und aller Gleise der ZugfÜrderungsanlage
⢠1999 Umbau aller Gleisanlagen und Errichtung eines Mittelbahnsteiges
⢠5. Juni 2000 Inbetriebnahme der Fernsteuerzentrale fĂźr die gesamte Strecke von Wiener Neustadt (ausschlieĂlich) bis Aspang im âvereinfachten Fernsteuerbetriebâ (frĂźher âZugleitbetriebâ)
⢠heute: nur mehr mit Fahrdienstleiter besetzter Bahnhof, vier Hauptgleise mit Mittelbahnsteig, fßnf Nebengleise
⢠Eigentumsgrenze km 85,236
⢠12. Oktober 1910 bis 1. Jänner 1942
⢠ehemaliges Streckenende km 85,241
⢠28. Oktober 1881 bis 12. Oktober 1910 (Inbetriebnahme der Wechselbahn)
Architektur
Die BahnhĂśfe der Aspangbahn wurden erstmals in Ăsterreich nach standardisierten Typenplänen erstellt. Die Vorgaben dazu stammten von einem belgischen Architekten, dessen Name heute nicht mehr bekannt ist. Selbst nach mittlerweile mehr als 140 Jahren sind die einheitlichen Anlagen in einigen BahnhĂśfen noch deutlich nachzuvollziehen. Ein typisches Bahnhofsensemble umfasste das Aufnahmsgebäude mit Kundenanlagen (Schalter, Warteraum), Dienstbereich sowie Dienstwohnung im ObergeschoĂ; eigenen Toilettenhäuschen; hĂślzerner GĂźterschuppen mit Laderampe und vereinzelt WassertĂźrme (in den BahnhĂśfen Zentralfriedhof, Laxenburg-Biedermannsdorf, Tattendorf, Sollenau, Pitten und Aspang). Hauptcharakteristikum sind die mit unverputzten Ziegeln gefertigten, rot gestrichenen TĂźr- und Fensterumrahmungen, Gebäudekanten und Lisenen, die zum hellen Verputz einen harmonischen Kontrast ergeben.
Lediglich die BahnhÜfe Erlach (zur ErÜffnung der Strecke) und Guntramsdorf (ab 1901) wichen von diesen Normen ab und wurden nur als ebenerdige Gebäude ohne Dienstwohnung und Toilettenhäuschen errichtet. Die BahnhÜfe Erlach, Pitten, Seebenstein und Aspang wurden darßber hinaus bereits wenige Jahre nach der ErÜffnung mit Veranden ausgestattet.
Zwischen 1910 und 1930 ging im Zuge der Ausstattung der BahnhĂśfe mit mechanischen Sicherungsanlagen der Bauart 5007 diese Einheitlichkeit verloren. Während die BahnhĂśfe der âinneren Aspangbahnâ (ausgenommen Sollenau) mit eigenen StellwerkshĂźtten ausgestattet wurden, erfolgte der Einbau der Sicherungsanlagen in Sollenau und auf der âäuĂeren Aspangbahnâ direkt in die Aufnahmsgebäude oder in Zubauten, die direkt an das Aufnahmsgebäude angebaut wurden.
In vielen BahnhĂśfen wurden die Nebengebäude abgerissen und sind daher nicht mehr vorhanden. Ebenso wurde in einigen BahnhĂśfen die Fassade neu verputzt und die Gebäude postmodern umgebaut. Das ursprĂźngliche Ensemble lässt sich heute nur noch im Bahnhof Tattendorf im Original nachvollziehen. Zwischen 1978 und 1985 wurden sämtliche Gebäude im Bahnhof Tattendorf dem Original entsprechend renoviert und restauriert. Der Bahnhof wurde daraufhin unter Denkmalschutz gestellt und ist Bestandteil der âNiederĂśsterreichischen IndustriestraĂeâ. Der historische Wasserturm wurde bereits mehrmals als Filmkulisse verwendet.cite-ref-13[13]
FlĂźgelbahn nach Klein Schwechat
| Wien ZentralfriedhofâKlein Schwechat | Wien ZentralfriedhofâKlein Schwechat |
|---|---|
| Streckennummer: | 191 01 |
| Streckenlänge: | 3,866 km |
| Spurweite : | 1435 mm ( Normalspur ) |
| Stromsystem : | 15 kV 16,7 Hz ~ |
| | |
| | |
Streckenverlauf
Fahrzeugeinsatz
Dampflokomotiven
UrsprĂźnglich kamen auf der Strecke ausschlieĂlich die von der EWA beschafften Dampflokomotiven zum Einsatz, nach dem Zweiten Weltkrieg war davon nur mehr die Reihe 229 (ĂBB 75) im Einsatz. Auf dem Abschnitt Wiener NeustadtâAspang waren die PersonenzĂźge zunächst mit den Reihen ĂBB 75, ĂBB 77, ĂBB 91.1 und ĂBB 93 bespannt, ein Eilzugspaar Wien-SĂźdbahnhof â Hartberg fuhr mit der Reihe ĂBB 3071. Die GĂźterzĂźge wurden mit den Reihen ĂBB 58 und ĂBB 52, bei Lokomotivmangel aber auch mit ĂBB 42 oder ĂBB 91.1 gefĂźhrt. In den letzten Jahren des Dampfbetriebes waren nurmehr ĂBB 52, ĂBB 77 und zunächst auch noch ĂBB 93 eingesetzt.
Diesellokomotiven und -triebwagen
Mit der aufkommenden Verdieselung erschienen neue Fahrzeuge auf der Aspangbahn, es kamen ĂBB 5041, ĂBB 5042, ĂBB 5044/ĂBB 5144, ĂBB 5145, ĂBB 5046/ĂBB 5146, ĂBB 5081, ĂBB 2045 sowie später ĂBB 2043, ĂBB 2050 und ĂBB 2143 zum Einsatz. FĂźr den Verschub wurden die Triebfahrzeuge ĂBB 2060, ĂBB 2062, ĂBB 2067 und ĂBB 2068. Die Triebwagen wurden von ĂBB 5047/ĂBB 5147 abgelĂśst.
Seit Anfang 2005 kommen auf der Strecke im Personenverkehr nur mehr die Triebwagen ĂBB 5022 (Desiro) von Siemens und ĂBB 5047 zum Einsatz, bei den lokomotivbespannten ZĂźgen (zu einem groĂen Teil mit City-Shuttle-Garnituren) die Lokomotiven der Reihe 2016 âHerculesâ. Den GĂźterverkehr besorgen vorwiegend ebenfalls ĂBB 2016. Vor BauzĂźgen und vor zu Ăbungszwecken gefĂźhrten TunnelrettungszĂźgen sind 2143 und 2068 zu beobachten.
Galerie
Mediale Rezeption
Siehe auch
Literatur
⢠Hans Sternhart, Friedrich Slezak: NiederĂśsterreichische SĂźdwestbahnen â Leobersdorf, Hainfeld, St. PĂślten, Traisen, Kernhof/TĂźrnitz, Wittmannsdorf, Piesting, Gutenstein, PĂśchlarn, Scheibbs, Kienberg-Gaming. Internationales Archiv fĂźr Lokomotivgeschichte, Band 25. Verlag Slezak, Wien 1977, ISBN 3-900134-35-9
⢠Paul Slezak (Mitverf.): Vom Schiffskanal zur Eisenbahn. Wiener Neustädter Kanal und Aspangbahn. Slezak-Verlag, Wien 1981, ISBN 3-900134-72-3
⢠Festschrift: 100 Jahre Aspangbahn. Eigenverlag Gewerkschaft der Eisenbahner, Wien 1981
⢠Paul Slezak: Kanal, Nostalgie, Aspangbahn. Ergänzungsband zum Buch âVom Schiffskanal zur Eisenbahnâ. Slezak-Verlag, Wien 1990, ISBN 3-85416-153-0
⢠Gerhard Kletter: Der Aspangbahnhof und die Wien-Saloniki-Bahn. Sutton-Verlag, Erfurt 2006, ISBN 3-89702-928-6
⢠Josef Steindl (Red.): 125 Jahre Eisenbahn Wien â Aspang. 1881â2006. Selbstverlag des Museums- und Bildungsvereins Pitten, Pitten 2006cite-ref-14[14]
Weblinks
Commons
: Aspangbahn
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Frßhe Dokumente und Zeitungsartikel zur Aspangbahn in den Historischen Pressearchiven der ZBW
⢠Fahrplan der ĂBB (innere Aspangbahn)
⢠Fahrplan der ĂBB (äuĂere Aspangbahn)
Einzelnachweise
cite-note-22. â RGBl. 1872/87
cite-note-33. â RGBl. 1872/156
cite-note-55. â Reste des Liesingaquäduktes, abgerufen am 30. November 2014.
cite-note-88. â Hans Peter Pawlik, Josef Otto Slezak: Wagners Werk fĂźr Wien. Gesamtkunstwerk Stadtbahn (= Internationales Archiv fĂźr Lokomotivgeschichte. Band 44). Slezak, Wien 1999, ISBN 3-85416-185-9, S. 21
cite-note-horn-99. â Alfred Horn: Wiener Stadtbahn. 90 Jahre Stadtbahn, 10 Jahre U-Bahn. Bohmann-Verlag, Wien 1988, ISBN 3-7002-0678-X, S. 172.
cite-note-1010. â Traiskirchen Aspangbahn. Abgerufen am 6. September 2025.
cite-note-1111. â Stationsgebäude in den Jahren um 1898 zu Allerheiligen nach Station âCentralfriedhofâ verfrachtet und dort als Cassengebäude genutzt. MĂśllersdorf. (Das wandernde Bahnhofgebäude). In: Badener Zeitung, 5. November 1898, S. 4, rechte Spalte (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
cite-note-1212. â An diesem Tag wurde zwischen den BahnhĂśfen Tattendorf und Felixdorf eine von km 39,49 bis km 41,61 reichende neue Trasse in Betrieb genommen. Das Streckengleis der Aspangbahn verläuft nun vom SĂźdbahnkilometer 38,38 (SĂźdbahnhaltestelle Sollenau) an parallel zur Strecke Leobersdorf â Wiener Neustadt. Die Haltestelle Sollenau der SĂźdbahn wurde ausgebaut und damit auch fĂźr ZĂźge der Aspangbahn (2 Gleise SĂźdbahn, 1 Gleis Aspangbahn) benĂźtzbar gemacht. â Sternhart, Slezak: SĂźdwestbahnen, S. 100.
cite-note-1313. â Einmal kurz, einmal lang. In: Die Presse, 19. Juni 2009; abgerufen am 13. Oktober 2010
cite-note-1414. â Ăsterreichischer Bibliothekenverbund